17.12.2016

von B° RB

Weihnachtsfeier im Schloss

Schloss zu Hopferau: Flüchtlingshelfer feiern im Schloss

Flüchtlingshelfer feiern

Im festlichen Rahmen ihrer Weihnachtsfeier im Schloss zu Hopferau blickten die Mitglieder des Arbeitskreises Asyl aus Hopferau und Eisenberg auf die örtliche Flüchtlingsarbeit des vergangenen Jahres zurück. Und diese war von Erfolg geprägt.

38 engagierte Bürger folgten der Einladung des Arbeitskreises in die historischen Räumlichkeiten des Schlosshotels. Nach einem herzlichen Empfang und einer Schlossführung ließen sie das Jahr im Freybergsaal noch einmal Revue passieren. In seiner Ansprache hob Gemeinderat Alfred Umkehrer vor allem das breite Spektrum der Unterstützer des Arbeitskreises Asyl hervor. So sei vom Landwirt bis zum Chirurgen alles vertreten. Auch die besondere Situation, dass es momentan mehr Helfer als Flüchtlinge in Hopferau gibt, sei ein bemerkenswerter Zustand. So ermöglichten beispielsweise 30 ehrenamtliche „Deutschlehrer“ einen täglichen Sprachkurs für die neuen Mitglieder der Gemeinde.

Nach einem Jahr beherrschen die meisten von ihnen die neue Sprache bereits fast fließend. Durch verschiedenste integrative Maßnahmen wie gemeinsame Wanderungen oder ein Besuch des Füssener Volksfestes ist es sehr schnell gelungen, den 40 Flüchtlingen ein neues zu Hause zu geben. Dies hat bereits auch erste Auswirkungen auf den lokalen Arbeitsmarkt. So sind im Hotel "Schloss zu Hopferau" bereits ein Afghane als Auszubildender sowie ein Mitarbeiter aus Pakistan angestellt. Jeweils ein weiter unterstützt den örtlichen Bauhof und ein lokales Bauunternehmen. Der Hopferauer Bürgermeister, Gregor Bayrhof, rechnet auch für das kommende Jahr mit weiteren Flüchtlingen. Aus seiner Sicht scheint die Gemeinde dafür gut gewappnet zu sein, haben die vergangenen Monate doch gezeigt, welch positive Arbeit eine Gemeinschaft zusammen leisten kann.

Schloss zu Hopferau schon immer ein Ort der Zuflucht

„Es ist nicht das erste Mal, dass das Schloss mit Flüchtlingen in Berührung kommt“, weiß Schlossherr Bernd Rath zu berichten. Bereits nach dem Zweiten Weltkrieg fanden hier mehr als 70 Vertriebene vorübergehend ein neues Zuhause. Auch heute sind die Türen noch geöffnet. „Wir unterstützend sehr gern die Arbeit der örtlichen Flüchtlingshelfer. Diese ist nicht nur für uns als Arbeitgeber ein absoluter Gewinn“, so Rath weiter. Mit seinem Unternehmen, dem Personaldienstleister BERA, hat er es sich auch zur Aufgabe gemacht, Menschen auf der ganzen Welt vor den notwendigen Strapazen einer Flucht zu schützen. So unterstützt er zusammen mit dem ehemaligen US-Präsidenten Jimmy Carter die weltweit agierende Hilfsorganisation "Habitat for Humanity" als Botschafter. Diese setzt sich für einen kostengünstigen Bau von Häusern und Infrastruktur in Region wie Äthiopien, Nepal oder auch Rumänien ein. 

Schloss zu Hopferau

Das Schloss zu Hopferau ist das sicherlich älteste Schloss Deutschlands und beherbergt heute ein 4-Sterne-Hotel mit 15 Gästezimmern in drei verschiedenen Kategorien: Comfort, Superior und Deluxe. 

Als der Ort, an dem Konrad Zuse 1946 den ersten Computer der Welt entwickelte bietet das Schloss heute zudem den perfekten Rahmen für Tagungen, Seminare, Schulungen, Incentives und Produktpräsentationen – ausgestattet mit modernster Tagungstechnik.  Im Schlossrestaurant werden Allgäuer Produkte  modern, innovativ und einzigartig in Szene gesetzt.

Passend zum Thema

Zu Weihnachten zeigt man gern mit genussvollen Geschenken seine Verbundenheit

Aus den Vollkornprodukten lassen sich leckere Plätzchen und Desserts zubereiten

Tipps für die weihnachtliche Tischdeko zum Selbermachen

Mehr aus der Rubrik

Weihnachten: Lichtzauber in den Hinterhöfen

Teilen: